Lexikon der Traumsymbole und ihrer Grundbedeutung von A - Z
Alle Erklärungen der Traumsymbole wurden auf tiefenpsychologischer
Grundlage und nach den Ergebnissen der modernen Symbolforschung
erarbeitet.
S
Das S symbolisiert die technischen Hilfsmittel, deren sich der Träumer im Lebenskampf bedient.
Dabei kann es sich um Waffen oder Werkzeuge (auch solche des Geistes) handeln. Was der Traum
konkret aussagen will, muß je nach Begleitumständen und realer Lebenssituation gedeutet werden.
Saat:
Sie zeigt, daß wir für unsere Arbeit den gerechten Lohn erwarten, daß also die Saat
unserer Bemühungen aufgehen wird. Oder aber das was du säst wirst du auch ernten. Keim und Korn,
überhaupt jede Saat ist Samen und hat entsprechende sexuelle Beteutung. Der Hauptakzent liegt
im Körperlichen Bereich und bezieht sich vor allem auf Fruchtbarkeit, Wachstum und Reifung.
Das Säen symbolisiert den Geschlechtsverkehr. Außerdem können sich Saat und Säen auch auf
geistige Befruchtung, auf Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit beziehen. Welche
Grundbedeutung jeweils zutreffend ist, ergibt sich aus dem Traumgeschehen.
Saal:
verkörpert auch im Traum eine Stätte, wo Menschen zusammen treffen. Die genaue
Bedeutung richtet sich nach den Begleitumständen im Traum und der realen Lebenssituation.
Zum Teil kommt das Bedürfnis nach mehr Geselligkeit und Abwechslung zum Ausdruck. Findet in dem
Saal eine Versammlung statt, kann das eher auf bevorstehende Konflikte mit anderen Menschen
hinweisen.
Säbel: Siehe Waffen und Messer.
Säugling:
Wenn es sich nicht direkt um Schwangerschaft oder den Wunsch nach einem Kind
handelt, dann siehe Jugend und Puppe.
Sack:
Er kann die Inhalte unserer unbewußten Persönlichkeit symbolisieren die uns fördern
oder hemmen, ohne daß wir diese Einflüsse bewußt wahrnehmen. Ein voller Sack kündigt eher
positive Einflüsse an, der leere weist auf ungünstige Einwirkungen aus dem Unterbewußtsein hin.
Trägt man einen leeren Sack, wird eine Arbeit wenig Nutzen bringen. Der Träumer kann aber auch
in einem Sack kramen, gleichsam in seinem Unterbewußtsein forschen und seine Selbsterkenntnis
erweitern. Dabei kommen manchmal unerwartete Dinge zum Vorschein, die Inhalte des
Unterbewußtseins repräsentieren, von denen man nichts ahnte. Für die Deutung des Traums ist es
wichtig, wie man auf diese Dinge reagiert. Manche freuen uns vielleicht, andere wird man wieder
in den Sack zurücklegen (verdrängen) oder voller Ekel und Abscheu wegwerfen. Darin kommen dann
negative Einstellungen zu bestimmten Eigenschaften, Bedürfnissen und Erfahrungen zum Ausdruck.
Träume, in denen ein Sack eine Rolle spielen, sollten immer sorgfältig analysicn werden, denn
sie dienen der verLieften Selbsterkenntnis. Aus den Einsichten muß man im Einzelfall praktische
Konsequenzen ziehen.
Sackgasse:
Sie symbolisiert oft sexuelle Bedürfnisse, die vom Träumer häufig abgelehnt
werden und Schuldgefühle hervorrufen. Allgemein kann die Sackgasse aber auch auf eine falsche
Richtung hinweisen, die dazu führt, daß man sich verennt und keinen Ausweg mehr aus den
Schwierigkeiten und Problemen sieht.
Salat:
Allgemeines Verlangen nach Gesundheit, Natürlichkeit, Jugend und Kraft. Da Salat nur
ein schwaches Sinnbild ist, ergibt sich die nähere Bedeutung aus den Traumsymbolen, auf die er
sich bezieht.
Samen: Siehe Saat.
Sand:
Vor allem Zeitsymbol. Im ewigen Rinnen und Verrinnen des Sandes ist unsere knapp
bemessene Lebenszeit im Verhältnis zur Ewigkeit ausgedrückt. Dieses Traumbild hängt meistens
mit Angst vor Alter und Tod zusammen.
Saphir: Siehe Edelstein.
Sarg: Siehe Grab.
Schachtel: Siehe Gefäß.
Schaf: Siehe Lamm.
Schatten:
Wer im Traum einen Schatten sieht, der ist in seiner Eitelkeit verletzt und glaubt,
Prestige verloren und soviel Einbuße an Persönlichkeit erlitten zu haben, daß er nur noch ein
Schatten seiner selbst ist. Kommt dieses Traumbild öfter vor, dann ist das Selbstvertrauen
ernstlich erschüttert.
Schatz: Ungenutzte Fähigkeiten und Möglichkeiten.
Schere: siehe Messer und schneiden
Schießen : siehe Waffen
Schiff : Weibliche Sexualität. Im erweiterten Sinne kann das Schiff auch die Gesamtpersönlichkeit
auf dem Meer des Lebens sein. Siehe auch Boot.
Schildkröte : siehe Muschel
Schilf:
Geistig-seelische Anpassungsfähigkeit oder auch Wankelmut und Unselbständigkeit. Mit
dem Schilfkolben, der das männliche Glied veranschaulicht, ist ein zusätzlicher sexueller Akzent
gegeben. Die nähere Bedeutung ist aus dem individuellen Traumgeschehen zu ermitteln.
Schirm:
Unsicherheit, Schutzbedürfnis. Das gilt vor allem für Traumsituationen, in denen man
unter einen aufgespannten Schirm flüchtet.
Schlamm:
Unangenehme Eindrücke, belastende Gedanken und Gefühle, Triebwünsche. Schuldgefühle
äußern sich im Traum oft als Schlamm, Morast, Schmutz, Sumpf und Unrat. Positiv: Schlamm
abwaschen. Negativ: durch Schlamm waten oder darin steckenbleiben.
Schlange:
Vielgestaltiges Symbol. Im engsten Sinn ist das männliche Glied gemeint. Darüber
hinaus verkörpert die Schlange die animalische, unpersönliche Sexualität ganz allgemein. Da die
Schlange kalt, gefährlich und giftig ist, betont das den gierigen, verschlingenden, tödlichen
Aspekt der Sexualität. Gleichzeitig hat das Gift jedoch einen heilenden Charakter. Außerdem
weist das Häuten der Schlange auf geistig-seelische Entwicklung, Wandlung, Tod und Wiedergeburt
hin. Somit ist die Schlange ein dämonisch-göttliches Wesen, das Leben und Tod, Animalisches und
Geistiges verbindet. Die genauere Sinngebung ist nur im Rahmen des individuellen Traumganzen
möglich.
Schleier: Ist wie ein Geheimnis oder aber auch bedeutungsverwandt mit Fassade und Maske.
Schloß:
Symbol für Weiblichkeit. Das Einstecken und Umdrehen des Schlüssels symbolisiert
u. a. den Geschlechtsverkehr. Außerdem kann der Schlüssel auch das Schloß zu neuen Erfahrungen
und Erkenntnissen aufschließen und damit Persönlichkeitsentwicklung veranschaulichen. Die
zutreffendere Grundbedeutung ist aus dem jeweiligen Traumgeschehen zu ermitteln.
Schlüssel: Symbol für Männlichkeit. Sonst siehe Schloß.
Schmetterling:
Wandlung und Verwandlung, Persönlichkeitsentwicklung. Aus der kriechenden
Raupe entwickelt sich der schwebene Schmetterling. Manchmal verkörbert er auch oberflächliche
unbeständige wie flatterhafte Gedanken und Gefühle.
Schmuck:
Die Bedeutung richtet sich weitgehend nach dem verarbeiteten Material. Ganz
allgemein ist mit Schmuck Achtung, Anerkennung und Verehrung ausgedrückt. Siehe Edelstein,
Gold und Silber.
Schmutz: Siehe Schlamm, Abfall.
Schnecke:
Minderwertigkeitsgefühle, Kontaktschwierigkeiten, auch Bedächtigkeit und
Unentschlossenheit. Siehe Muschel.
Schnee: Siehe Eis.
schneiden:
Trennung, Auseinandersetzung, Streit. Kann sich auf alle Lebensvorgänge beziehen,
auf Personen, Gedanken und Gefühle. Wird deutlich mit Messer oder Schere geschnitten, dann ist
damit ein verstandesmäßiger oder aggressiver Akzent betont.
Schrank: Siehe Möbel.
Schreckgestalt: Alle Fabelwesen, Ungeheuer, Riesen, Gespenster und Dämonen, die in unseren
Träumen auftauchen und oft zu Alpträumen führen, deuten auf seelische Spannungen und
Schuldgefühle hin. In den meisten Fällen handelt es sich um Verdrängungen und Triebstauungen.
Das gilt besonders für den Sexualtrieb und den Machttrieb. Ungeheuer wie Werwölfe, Vampire,
drachenähnliche Schlangen, Krokodile und Riesenspinnen verweisen auf sexuelle Konflikte.
Alle Riesen, Kobolde, Zwerge usw. beziehen sich mehr auf den Machttrieb. Vergleiche groß und
klein. Häufen sich derartige Träume und schaffen sie wesentliche Beunruhigungen, dann handelt
es sich um ernstliche Störungen der Persönlichkeitsentwicklung.
Schuhe:
Bedeutungsverwandt mit Schloß. Jedoch ist auch der Aspekt von Standhaftigkeit,
Festigkeit und Sicherheit möglich. Vergleiche Bein.
Schule: Individueller Entwicklungsstand, Persönlichkeitsstruktur.
Schwangerschaft:
Allgemeine Neuorientierung. Vorbereitung einer neuen Entwicklungsphase der
Persönlichkeit. Neugestaltung des gesamten seelischen und körperlichen Lebens. Neue Gedanken
und Gefühle, Pläne und Wünsche entwickeln sich siehe auch Geburt.
Schwan: Idealistische Geistigkeit, romantisch wie schwärmerische Gefühle. Die genauere Bedeutung
ist aus dem jeweiligen Traumgeschehen abzuleiten.
schwarz:
Das Unbewußte, Triebhafte, Zerstörerische und Böse, der Tod. Die weitere Bedeutung
ergibt sich aus dem Gegenstand oder Vorgang, der im Traum schwarz erscheint.
Schwein:
Animalische Triebwünsche, Fruchtbarkeit. Die nähere Bedeutung ist aus dem
Traumganzen zu ermitteln.
Schwert: Siehe Waffen und Messer.
schwimmen:
Körperliche und seelische Gelöstheit, Selbstvertrauen, Gleichgewicht der Kräfte,
Sicherheit. Auch partnerschaftliche Bedeutung ist möglich. Positiv: Jede Form des Schwimmens,
die angenehme Empfindungen verursacht, insbesondere das Gefühl, mit dem Wasser verbunden zu
sein und vom Wasser getragen zu werden. Negativ: Angst vor dem Wasser und vor dem Ertrinken,
jede Behinderung des freien Schwimmens. Vergleiche Wasser.
sechs:
Harmonie und Symmetrie. Körperliche und seelischgeistige Ausgeglichenheit.
Seife: Reinigung, Schuldbefreiung. Siehe Bad.
Sekt: Siehe Wein.
Sessel: Siehe Möbel.
sieben:
Wechsel, Wandlung, Veränderung. Sinnbild einer Entwicklung, die sich nicht stetig
auf oder abwärts, sondern zyklisch vollzieht.
Silber:
Beseeltheit, Reinheit, Unschuld, weibliche Gefühlswelt. Mond und Wasser sind silbern.
Die weitere Bedeutung ergibt sich aus dem Gegenstand oder Vorgang, der im Traum silbern erscheint.
Skorpion:
Bedeutungsgleich mit Spinne, wobei jedoch die negative männliche Sexualität
eingeschlossen ist. Er verkörpert Aggresivität, Verbitterung, vielleicht vermischt mit
Sarkasmus, Zynismus, Bosheit und Gemeinheit, jedenfalls immer verletzende eigene
Verhaltensweisen oder Einflüsse von ausßen.
Sonne:
Symbol des Lebens und der Lebenskraft, der Klarheit des Geistes und des Bewußtseins.
Der Mond gehört zu Nacht, Dunkelheit und Unbewußtem und verkörpert die weiblichmütterliche
Sexualität. Die Sonne gehört zu Tag und Licht und versinnbildlicht männliche Energie und Potenz.
Vergleiche Licht.
Spalte:
Kann die weiblich-mütterliche Sexualität, auch im Sinne von Höhle veranschaulichen
oder auch die Bedeutung von Abgrund und Grube haben. Welcher Bedeutungsakzent zutreffend ist,
ergibt das individuelle Traumgeschehen.
Spargel: Symbol der Männlichkeit. Die nähere Bedeutung ergibt sich aus dem Traumgeschehen und
aus der Einstellung des Träumenden zu diesem Traumbild.
Speer: Siehe Waffen.
speien: Siehe verbrechen.
Spiegel:
Selbstkritische oder selbstgefällige Selbstbetrachtung. Unsicherheiten,
Minderwertigkeitsgefühle. Siehe Ebenbild und Photographie.
Spiele:
Entspannung, Zerstreuung, Geselligkeit oder Oberflächlichkeit, Leichtsinn. Spielt
man mit sich selbst oder mit nur einem Partner Schach, Dame, Billard oder irgendein anderes
Gesellschaftsspiel, dann ist damit eine Mahnung zu stärkerem Verantwortungsbewußtsein oder zu
größerer Lockerheit und natürlicher Unbefangenheit ausgedrückt. Gesellige Spiele im größeren
Kreis deuten auf Kontaktschwierigkeiten oder mangelnde Konzentration und Selbstbesinnung hin.
Stehen die Spiele mit Kindheitserinnerungen im Zusammenhang oder handelt es sich um betont
kindliche Spiele mit Spielzeug, dann veranschaulicht das meistens Probleme des Alterns.
Vergleiche Puppe. Grundsätzlich zeigen Traumbilder von Spielen immer an, daß der Träumende
das Leben entweder zu spielerisch leicht oder zu ernst und schwer nimmt. Das Leben ist kein
Spiel. aber ohne Lebensfreude und Begeisterungsfähigkeit kann es nicht gemeistert werden.
Spielzeug : Kindlichkeit, Unreife. Siehe Puppe.
Spieß: Siehe Waffen.
Spinne:
Im Netz der Spinne verfangen sich die Fliegen, werden gebissen, mit Gift gelähmt,
tödlich ( umgarnt ) und ausgesaugt. In diesem Sinne verkörpert die Spinne den verführerischen,
verschlingenden, tödlichen Aspekt der Weiblichkeit. Die genauere Bedeutung erschließt der
Traumzusammenhang.
Splitter: Siehe Dorn.
Spritze:
Symbol der Männlichkeit. Die genauere Bedeutung ergibt sich aus dem jeweiligen
Traumgeschehen.
Stachel: Siehe Dorn.
Stadt: Symbol der Persönlichkeitsstruktur wie Dorf und Haus.
Stahl: Siehe Eisen.
Stange:
Männliches Glied. Bedeutungsgleich sind Stab und Stock, auch Spazierstock. Die
nähere Aussage ergibt sich aus den Funktionen des Traumbildes im Rahmen des Traumganzen. Im
allgemeinen haben Stab, Stange und Stock einen aggressiven Akzent.
steigen:
Sinnbild der augenblicklichen Lebensverhältnisse und der Persönlichkeitsstruktur.
Positiv: Ist es ein unbeirrbares Aufwärtssteigen, ob leicht oder mühsam, mit oder ohne
Hindernisüberwindung, auf einer Treppe, Leiter oder an einem Berghang, dann bedeutet es in
jedem Falle erfolgreiche Persönlichkeitsentwicklung oder das Verlangen danach. Negativ: Führt
das Steigen abwärts oder zum Stolpern bzw. Fall, ist es mit Schwindelgefühlen, großer Atemnot
und Herzbeklemmung verbunden, dann veranschaulicht das Schwierigkeiten im persönlichen und im
beruflichen Leben. Beachten, daß starke Schmerzen und organische Beschwerden im Traum immer
auf einen tatsächlichen Krankheitszustand hinweisen können. In verstärkter Form ist klettern
bedeutungsgleich.
Stein: Siehe Fels.
sterben: Siehe Begräbnis und Leiche.
Stern:
Lichtsymbol. Bedeutungsverwandt mit Mond, wobei jedoch ein wesentlich stärkerer
romantischer Akzent gesetzt.
Stier:
Ungebändigte animalische männliche Triebkraft, die der Beherrschung und Kontrolle
bedarf. Im allgemeinen bedeutet dieses Traumbild Ablehnung des rein körperlichen
Sexualverhaltens oder Verlangen danach.
Stock: Siehe Stange.
Straße: Entwicklungsstand, Persönlichkeitsstruktur, Lebensweg.
Streit: Siehe Kampf.
Strick: Siehe Fessel.
Stufe: Siehe steigen.
Stuhl: Siehe Möbel.
Sturz: Siehe Fall.
Sumpf: Siehe Schlamm.
Suppe:
Sie kann ähnlich wie Nahrung allgemein auf Gefühle hinweisen, die uns stärken und
Energie geben. Im Einzelfall je nach den Begleitumständen des Traums weist sie uns aber
darauf hin, daß wir unsere Probleme und Schwierigkeiten selbst verursacht haben und diese
Suppe, die wir uns einbrockten, nun auch allein auslöffeln müssen.
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