Lexikon der Traumsymbole und ihrer Grundbedeutung von A - Z
Alle Erklärungen der Traumsymbole wurden auf tiefenpsychologischer
Grundlage und nach den Ergebnissen der modernen Symbolforschung
erarbeitet.
G
Das G symbolisiert eine Waffe oder einen Stab (Zepter), kündigt an daß wir etwas erobern oder
beherrschen wollen vielleicht uns selbst.
Gabel:
Sie symbolisiert meist eine Zersplitterung der Persönlichkeit, insbesondere der
Gefühle, Absichten und Hoffnungen, die eine Konzentration der Krähe auf ein bestimmtes Ziel
verhindert. Zuweilen taucht sie auch als Symbol für Streit auf, der entweder schon besteht oder
sich ankündigt.
gähnen:
Darin kommt auch im Traum Langeweile oder körperliche Ermüdung zum Ausdruck.
galant:
Dahinter steht die Warnung vor leeren, übertriebenen Höflichkeiten, die manchmal
auch aus Gewinnsucht oder um ähnlicher Vorteile willen entweder vom Träumer selbst oder von
einem Menschen seiner Umgebung angewendet werden.
Galeere:
Im einfachsten Fall kündigt sie an, daß wir harte Arbeit für wenig Lohn und
Anerkennung leisten werden. Symbolisch kann sie aber auch für Teile unserer Persönlichkeit
stehen" die wir einerseits gefangen halten, andererseits aber auch ausnutzen.
Garten:
Lebensplanung, Lebensführung, aber auch weibliche Sexualität. Der Gärtner, der
die Erde umgräbt, sät, pflanzt und den Garten bearbeitet, verkörpert die
Männlichkeit. Positiv: gepflegter, grüner, blühender Garten. Negativ:
verwilderter, unfruchtbarer Garten. Vergleiche Acker, Erde, Feld.
Gärtner: Siehe Garten.
Gebäude: Siehe Haus.
Geburt:
Neuorientierung, allgemeiner Neubeginn, neuer Lebensabschnitt, neue alles
umfassende Entwicklungsphase, neue Bewußtseinsebene der Persönlichkeit, auch
Verwirklichung lang gehegter Pläne und Wünsche im persönlich-intimen Bereich
sowie im beruflichen Leben. Eine Geburt kann schnell und schmerzlos sein, aber
auch langsam, zögernd und unter großen Schmerzen erfolgen, im Endergebnis ist
sie jedoch immer positiv. Als Jahresfest der Geburt ist der Geburtstag
bedeutungsverwandt. Vergleiche Schwangerschaft.
Geburtstag: Siehe Geburt.
Gefängnis: Siehe gefangen.
Gefäß:
Im allgemeinen versinnbildlichen Gefäße den Frauenleib und haben
weiblich-sexuelle Bedeutung. In Ausnahmefällen kann die Form des Gefäßes,
insbesondere das sprudelnde Ausgießen einer Flüssigkeit aus einer Flasche, auch
mit männlicher Sexualität verglichen werden. Die jeweilige genauere Bedeutung
ist von Form, Inhalt und Funktion des Gefäßes abhängig. Auch Kästen, Koffer,
Körbe, Schachteln, Taschen und dergleichen sind Gefäße und symbolisieren das
gleiche.
gefangen:
Belastende Verpflichtungen, Einengung des persönlichen Freiheitsgefühls. Wer im
Gefängnis oder Käfig sitzt oder sonst irgendwie gebunden, gefesselt und
gefangen ist, der empfindet bestimmte persönliche und berufliche Umstände
bedrükkend und möchte sich befreien. Dieses Gefühl der Abhängigkeit und
Unfreiheit kann sich auf Elternhaus, Partnerschaft, Ehe und Familie, aber auch
auf alle anderen Lebensverhältnisse beziehen. Manchmal handelt es sich auch um
Schuldgefühle. Man ist dann der Gefangene der eigenen Triebe, Neigungen,
Wünsche und Unüberlegtheiten. Vergleiche Fessel.
gehen:
Augenblicklicher Zustand der Persönlichkeitsstruktur und der
Lebensverhältnisse. Positiv: Ist das Gehen ein unbeirrbares Vorwärtsschreiten
oder mit Hindernisüberwindung oder Steigen verbunden, dann bedeutet es
erfolgreiche Persönlichkeitsentwicklung oder das Verlangen danach. Negativ:
Führt das Gehen abwärts oder zum Stolpern oder Fall oder wird rückwärts
gegangen, dann veranschaulicht das Schwierigkeiten und Konflikte im
persönlichen und beruflichen Leben. Mehr Willenskraft und Selbstvertrauen
entwickeln. In verstärkter Form sind Laufen und Rennen bedeutungsgleich.
Vergleiche Fall und Steigen.
Geier:
Da er ein Aasfresser ist, versinnbildlicht er egoistische Neigungen, hat aber
als Vogel auch einen sexuellen Akzent. Er nutzt die Schwächen anderer aus und
verschafft sich dadurch Vorteile. Die genauere Bedeutung hängt weitgehend davon
ab, ob dieses Traumbild angenehm empfunden oder abgelehnt wird. Häufig ist es
eine Ermahnung zu größerem Gemeinschaftsgefühl.
Geige:
Weiblicher Körper; der Geigenbogen hingegen versinnbildlicht das männliche
Glied. Es sind jedoch auch andere Bedeutungsakzente möglich. So können z. B.
auch akustische Reize das Traumbild der Geige auslösen. Die genauere Bedeutung
ist aus dem jeweiligen Traumzusammenhang abzuleiten.
gelb:
Vitalität, Verstand, Gerechtigkeitssinn, Ausgeglichenheit wie Wärme. Die
weitere Bedeutung ergibt sich aus dem Gegenstand oder Vorgang, der im Traum
gelb erscheint.
Geld:
Autorität, Macht und Selbstbewußtsein, auch männliche Sexualität. Positiv: Viel
Geld haben deutet auf gesicherte persönliche und berufliche Verhältnisse hin
oder drückt den Wunsch danach aus. Negativ: Wer auf irgendeine Weise Geld
verliert, der ist in der inneren Entwicklung und in den äußeren Verhältnissen
beeinträchtigt, das Selbstvertrauen ist erschüttert, es besteht allgemeine
Unsicherheit. Wer Geld sucht oder zählt, der sollte seine Kräfte schonen und
sparsamer wirtschaften. Vergleiche Bank und Gold.
Geliebte(r):
Verkörperung der bewußten und unbewußten Neigungen des Träumenden. Mitunter
erscheint diese Wunschgestalt in Männerträumen als Eva, Kaiserin oder Königin
oder auch als Mutter bzw. mütterliche Frau, in Frauenträumen als Adam, Kaiser,
König oder Vater. Von den Eigenschaften und Handlungen dieser Traumbilder kann
häufig auf die erotischen Neigungen des Träumenden geschlossen werden.
Gemälde: Siehe Ebenbild und Photographie.
Gemüse:
Die einzelnen Gemüsesorten versinnbildlichen im allgemeinen, je nach der Form,
die weibliche oder männliche Sexualität. Im Zusammenhang mit anderen
Lebensmitteln ist jedoch auch eine weitergehende Deutung im Sinne von Hunger
oder Nahrung möglich.
Gericht:
Bemühen um Verständnis bestimmter Neigungen, Gefühle, Gedanken und Handlungen.
Hängt meistens mit starken Persönlichkeitskonflikten und Schuldgefühlen
zusammen. Wer einer Gerichtsverhandlung beiwohnt oder Richter oder Angeklagter
ist, der geht gewissermaßen mit sich selbst zu Gericht. Häufig handelt es sich
um eine Mahnung, die Selbstkritik nicht zu weit zu treiben. Selbstquälerische
oder sogar selbstzerstörerische Schuldgefühle können die
Persönlichkeitsentwicklung stark behindern. Soweit man seine Fehler nicht
korrigieren kann, muß man lernen, mit ihnen zu leben.
Geschenk:
Die Bedeutung ist ausschließlich von der Art des Geschenks sowie von den
Traumfunktionen des Schenkenden und des Beschenkten abhängig. Grundsätzlich
verweisen Geschenke auf Kontaktbemühungen, auf den Wunsch, die Beziehungen zur
Umwelt ganz allgemein oder zu einer bestimmten Person zu verbessern.
Geschlechtsverkehr:
Bedeutungsverwandt mit Ehe, wobei der körperlich-sexuelle Aspekt im Vordergrund
steht. Grundsätzlich symbolisiert der Geschlechtsverkehr den Wunsch nach
Ausgleich und Versöhnung. Das kann sich auf alle Lebensbereiche beziehen,
insbesondere jedoch auf Partnerschaft, Ehe und Familie. Vergleiche Hochzeit und
Vergewaltigung.
Geschwür:
Jede Haut oder Organentzündung wie Abszeß, Pickel, Magengeschwür usw. verweist
auf seelische Spannungen, Empfindsamkeiten und auf Minderwertigkeitsgefühle. In
welchem Maße dadurch die Persönlichkeitsentwicklung und die Umweltbeziehungen
gestört sind, zeigt sich daran, ob das Traumbild sehr belastend empfunden oder
nur beiläufig wahrgenommen wird. In jedem Fall ist jedoch mehr Selbstvertrauen
und weniger Empfindlichkeit angebracht. Positiv: Geht das Geschwür in der
Eiterung zurück, ist es überhaupt in der Heilung begriffen, dann werden bereits
seelische Gegenmaßnahmen wirksam. Negativ: Schmerzt das Geschwür und entstellt
es sehr, dann liegt ein bedenklicher seelisch-nervlicher Prozeß vor, der das
Selbstbewußtsein untergräbt. Sind diese Traumbilder mit direkten
Körperschmerzen verbunden, dann kann es sich auch um einen echten organischen
Krankheitszustand handeln.
Gesicht: Siehe Ebenbild und Fassade.
Gespenst: Siehe Schreckgestalt.
Getreide: Siehe Brot und Nahrung.
Gewalt:
Angriff, Überfall und jede andere Form der Gewaltanwendung deuten auf
Minderwertigkeitsgefühle, Verdrängungen und Triebstauungen hin. Bei allen
Aggressionen gilt grundsätzlich die Ermahnung, die Persönlichkeit stärker zu
disziplinieren und mehr Selbstbewußtsein zu entwickeln. Genauere Deutungen sind
nur im Rahmen des Traumganzen möglich. Dabei ist besonders darauf zu achten, in
welcher Form Gewalt angewandt wird. Das betreffende Sinnbild ist jeweils
zusätzlich nachzuschlagen. Äußert sich die Gewalt z. B. als Blitz, Explosion
oder angreifender Adler, dann vergleiche diese Stichwörter. Außerdem ist zu
beachten, ob die Gewalt nur aus einer Einschränkung der Willens und
Handlungsfreiheit besteht, beispielsweise aus Fesselung, oder ob Brände,
Erdbeben usw. elementar zerstörend wirken. Einschränkungen der persönlichen
Freiheit sind relativ milde Gewaltmaßnahmen. Zerstörende Entladungen deuten auf
wesentlich stärkere Triebstauungen hin. Vergleiche Vergewaltigung und Verteidigung.
Gewehr: Siehe Waffen.
Glas:
Die Bedeutung richtet sich weitgehend nach dem jeweiligen Traumzusammenhang.
Die Zerbrechlichkeit des Glases kann auf Empfindlichkeit, Hemmungen,
Minderwertigkeitsgefühle hinweisen. Ist das Glas durchsichtig, dann kann damit
auch das Bedürfnis angedeutet sein, bestimmte Vorgänge besser zu durchschauen.
Auch Kontaktschwierigkeiten sind möglich. Wenn man durch Glas sieht, ist man
vom Geschehen isoliert und nur Beobachter.
Gletscher: Siehe Eis.
Globus: Siehe Kreis.
Glut:
Ein Übergangssymbol wie Dämmerung. Glut wird entweder zu Feuer oder zu Asche
und hängt daher eng mit diesen Symbolen zusammen. Ganz allgemein
veranschaulicht Glut einen Prozeß der Vorwärts oder Rückwärtsentwicklung.
Gold:
Bedeutungsverwandt mit Geld. Da es sich jedoch um ein edles Metall handelt, ist
damit der geistig-seelische Aspekt betont. Geld ist ein Symbol äußerer Macht
und Autorität, Gold verweist auf die inneren Werte, auf die Persönlichkeit.
Auch im sexuellen Bereich verstärkt Gold die gefühlsbetonten, geistigen und
partnerbezogenen Akzente.
Gorilla: Siehe Affe.
Grab:
Minderwertigkeitsgefühle, Lebensuntüchtigkeit, Resignation. Das Bett ist Ruhe
und zugleich Zeugungsort des Lebens, das Grab ist letzte Zuflucht und Ruheort
des Todes. Wenn der Lebenswille zerstört ist, wird das Grab zum gefürchteten
und zugleich ersehnten Symbol der ewigen Ruhe. Vergleiche Begräbnis.
Graben: Siehe Spalte.
graben: Siehe Erde und Garten.
Granat: Siehe Edelstein.
Granate: Siehe Explosion.
Gras:
Wachstum und Entwicklung in allen Lebensbereichen. Positiv: weicher Rasen,
kräftig grünes, gesundes, blühendes Gras. Negativ: Ist eine Wiese verwildert
und verunkrautet und steht das Gras so hoch, daß es gemäht werden muß, dann
weist das auf ein ungeordnetes Gefühlsleben und auf unrealistische Gedanken,
Meinungen und Pläne hin. Vergleiche Blüte und Frühling.
grau:
Grauzone, Farblosigkeit, unentschlossene, unbestimmbare Gefühle und Gedanken.
Die weitere Bedeutung ergibt sich aus dem Gegenstand oder Vorgang, der im Traum
grau erscheint.
Greis: Siehe Alter.
groß:
Übersteigertes Selbstbewußtsein, Geltungsbedürfnis, Größenwahn. Was auch immer
im Traum unnatürlich groß erscheint, es enthält stets einen Hinweis auf
übertriebenen Ehrgeiz und Wichtigtuerei.
Grotte: Siehe Höhle.
Grube:
Beeinträchtigung der persönlichen Willens und Handlungsfreiheit, äußere und
innere Behinderung der Persönlichkeitsentwicklung. In abgeschwächter Form
bedeutungsgleich mit gefangen.
grün:
Natürlichkeit, Unbefangenheit, Jugendlichkeit, Wachstum und Entwicklung. Die
weitere Bedeutung ergibt sich aus dem Gegenstand oder Vorgang, der im Traum
grün erscheint.
Gruft: Siehe Grab.
Gürtel:
Symbol der Weiblichkeit und Sittlichkeit, seltener männliche Potenz. Die
genauere Bedeutung ist davon abhängig, welche Funktion der Gürtel im
Traumzusammenhang erfüllt und ob der Träumende dieses Geschehen angenehm
empfindet oder ablehnt. Wird z. B. jemand mit einem Gürtel gefesselt, dann ist
damit eine starke Lebensbehinderung ausgedrückt.
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